Die Initiative „sicher online gehen – Kinderschutz im Internet“ soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten im Internet fördern. Zu diesem Zweck bietet die Initiative auf ihrer Webseite umfassende Informationen über eine altersgerechte Heranführung von Kindern an das Medium Internet an. Insbesondere klärt sie über die durch die KJM anerkannten Jugendschutzprogramme auf.
Unter Jugendschutzprogrammen wird eine Filtersoftware verstanden, die die Alterseinstufung von Webseiten ausliest, wenn Anbieter diese Webseiten dafür programmiert haben. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, deren Verbreitung in zweierlei Hinsicht zu fördern: Einerseits soll eine intensive Aufklärung der Eltern über die Möglichkeiten erfolgen, die die Verwendung eines Jugendschutzprogrammes für Familien mit Kindern eröffnet. Andererseits sollen Internetanbieter angehalten werden, noch mehr Inhalte für die Jugendschutzprogramme zu klassifizieren und zu taggen, um ein Auslesen der Alterseinschätzungen zu ermöglichen.
Nach langjährigen Diskussionen über das Problem des Jugendschutzes im Internet und mehreren gescheiterten Modellversuchen hatte die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) die Jugendschutzprogramme des Vereins JusProg e.V. und der Deutschen Telekom im Februar diesen Jahres im Sinne des Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) anerkannt.
In der Zukunft will sich die Initiative für den Aufbau eines attraktiven Netzes für Kinder engagieren: Dazu sollen kindgerechte Angebote wie an Kinder gerichtete Inhalte, sichere Surfräume oder auf Kinder zugeschnittene Suchmaschinen gefördert und bekannt gemacht werden. Durch Integration von Hinweisen für Eltern sollen bestehende Internetangebote in Hinblick auf eine leichtere Einschätzung ihrer Eignung für Minderjährige optimiert werden.
In der Charta verpflichtet sich jeder Partner, die Umsetzung dieser Ziele aktiv zu fördern. Der Initiative schlossen sich über 30 Unternehmen, Institutionen und Verbände als Partner an.